Kann man Narben tätowieren?

Viele Menschen tragen Narben auf ihrem Körper. Manchmal steckt eine sehr traurige, oft aber auch eine aufregende und in manchen Fällen sogar witzige Geschichte dahinter. Bei vielen Frauen oder Menschen, deren Körper starke Veränderungen mitgemacht haben, treten sie manchmal in Form von Dehnungsstreifen auf. Welche vermeintlichen Makel man auch trägt, mit ihnen hat man ein Stück ganz persönliche Geschichte auf seinem Körper. Man kann sich an sie gewöhnen, sie liebgewinnen oder aber verfluchen. Für den letzten Fall hat sich sicher schon der ein oder andere die Frage gestellt: ‚Kann man Narben tätowieren?‘

Es kommt drauf an.

„Unter anderem kommt es auf die Größe, das Alter und die Beschaffenheit der Narbe an“ sagt Mick von Feinschliff-Tattoo. Zunächst muss eine Narbe komplett abgeheilt sein, bevor man die Tattoo-Nadel ansetzt. Dies kann individuell Monate oder sogar Jahre dauern. Vorher sollte man die verletzte Stelle in Ruhe lassen.

Narben, deren Gewebe und Hautstruktur nicht zu stark verändert wurden, wie etwa von kleinen Schnitt- und Schürfwunden, lassen sich in der Regel gut tätowieren. Tiefe Narben, deren Oberfläche sich bei der Regeneration wulstig und uneben entwickelt hat, sind da schon schwieriger. Das entstandene „Ersatzgewebe“ ist weniger elastisch und verfügt nicht mehr über alle Funktionen der normalen Haut, wie das Bilden von Talg- und Schweißdrüsen. Eine solche Stelle lässt sich manchmal nicht wie gewünscht tätowieren oder muss aufgrund des schwierigen Gewebes mehrmals nachgestochen werden.

In komplizierten Fällen macht es Sinn, nicht über die komplette Narbe zu stechen und misslungene Motive zu riskieren, sondern im Gesamtkunstwerk von ihr abzulenken.

Des Weiteren ist es möglich, dass Narben entweder gar nicht oder extrem schmerzempfindlich sind. Im letzten Fall muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Tattoo-Sitzung wahrscheinlich noch unangenehmer wird als es oft sowieso schon der Fall ist.

Menschen, die sich eine Narbe covern lassen, machen dies meist aus ästhetischen Gründen. Viele leiden unter dem Anblick ihrer Narbe und holen sich mit einem Tattoo einen Teil ihrer Lebensqualität zurück. Vor allem Menschen, die sich selbst Wunden zugefügt haben, lassen sich die entstandenen Narben covern, um  frühere Erlebnisse, Gedanken und Gefühle zu verarbeiten und mit ihnen abzuschließen. Aber auch Frauen mit Schwangerschaftsstreifen entscheiden sich oft dafür, die Spuren einer Schwangerschaft oder eines schnellen Körperwachstums zu überdecken.

Jeder Mensch hat seine eigenen Beweggründe, eine Narbe zu verstecken oder von ihr abzulenken. Falls Ihr ein solches Tattoo plant, lasst Euch vorab von Eurem Tätowierer beraten und alle Fragen beantworten.

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