Kias Tattoo-Termin im Feinschliff-Studio

In unserem Tattoo-ABC füttern wir Euch regelmäßig mit Infos rund um das Tattoo. Heute dachten wir uns: Raus aus der Theorie, rein in die Praxis – oder besser gesagt, ins Studio!

Ich habe Mick in seinem Feinschliff-Tattoostudio besucht und durfte ihm bei einem Termin über die Schulter schauen. Die Zu-Tätowierende war niemand anderes als unsere liebe Kia.Ink! Es sollte also ein lustiger Nachmittag werden 🙂

Kia Ink ILUZ Blog

Zunächst stellen wir Euch Micks Studio vor. Beim Eintreten steht man direkt vor der Empfangstheke, an der Termine ausgemacht und Beratungsgespräche geführt werden. In der Vitrine daneben stellt Mick seine Feinschliff-Merch-Artikel aus – coole T-Shirts und Hoodies mit verschiedenen Feinschliff-Aufdrucken. Und siehe da – auch die ILUZ Premium-Tattoo-Pflege hat einen Platz! Auf der linken Seite befindet sich die gemütliche Warteecke mit Tattoo-Zeitschriften zum Stöbern und Inspirieren. Darüber kann man einen Auszug von Micks Werken in Form einer Fotogalerie bestaunen.

 

Die rechte Seite ist „where the magic happens“, die Ecke, in der sich Mick an seinen Kunden austobt indem er ihnen Kunstwerke unter der Haut verewigt. Man findet eine große, schwarze Lederliege vor, die auf Wunsch und nach Bedarf zum Sessel umfunktioniert werden kann. Je nachdem, welche Körperstelle tätowiert werden soll, muss Mick in bestimmten, verschiedenen Winkeln arbeiten, um genaue, perfekte Ergebnisse zu erlangen.

Micks Tattoo-Equipment wie Farben, Döschen, Aufsätze etc. befinden sich in Wandregalen, auf die er jederzeit problemlos zugreifen kann. Auf einem Rollwagen liegen alle für den Termin benötigten Utensilien vorbereitet. Eine Aufstellwand verhindert den Blick von außen auf Micks Kunden, die gerade tätowiert werden. Zum Schluss können sich die Tätowierten in einem Spiegel begutachten; ein Aufstelllicht mit Diffusoraufsatz sorgt für ein angenehmes Licht, besonders beim Selfies schießen für den Nachher-Effekt.

  

Kia ist schon eine Weile da, als ich im Studio ankomme. Die beiden haben Kias Tattoo-Wünsche bereits vorab besprochen. Die Rosen auf ihrer linken Schulter sollen ergänzt werden, außerdem bekommt sie den Schriftzug „Karma“ auf den Hals und eine Palme auf die Stelle unterhalb der Wade kurz über der Ferse. Mick malt die Rosen auf Kias Schulter vor – sieht super aus. Dann kann es also losgehen. Kia ist bereits Tattoo-Profi –Aufregung oder Anspannung sind ihr bei solchen Terminen fremd. Fröhlich erzählt sie mir, wie sie Mick und seine Freundin vor einigen Jahren durch ihren Bruder kennengelernt hat, während Mick bereits die Tattoomaschine angeschmissen hat und die Nadel in Kias Schulter versenkt. Mit Mick versteht sie sich super, sie vertraut ihm voll und ganz was ihre Tattoos angeht. Nicht selten kommt es vor, dass Kias Tattoo-Wünsche von Mick überarbeitet werden und ihr sogar besser gefallen, als ihre ursprüngliche Idee. Nach kurzer Zeit und nur leichtem Pieksen sind die Rosen fertig. Kia ist begeistert und auch mir als Rosen-Fan gefallen sie sehr.

Nach einer kurzen Pause geht es direkt weiter mit dem Karma-Tattoo. Die beiden legen oft mehrere Tattoo-Termine zusammen, da Kia immer wieder neue Ideen hat und Mick Spaß daran hat, seine Kreativität an der unkomplizierten Stammkundin auszulassen. Manche Ideen kommen ihnen auch ganz spontan, die beiden ergänzen sich eben super. Das Karma-Tattoo wollte Kia sich schon länger stechen lassen. Sie glaubt daran, dass Positives auf Menschen zurückkommt, die viel Gutes tun. Genauso glaubt sie, dass schlechthandelnden Menschen Negatives zustößt. Sie lebt seit vielen Jahren danach und verewigt diese Lebenseinstellung nun in Form des Schriftzug-Tattoos auf ihrem Hals. Die Schmerzen scheinen erträglich, wenn man Kia so beim Philosophieren zuhört. Ich darf noch mitbestimmen, ob das „K“ des Schriftzuges komplett ausgefüllt werden soll oder nicht. Ich bin dagegen, da es nicht ausgefüllt filigraner wirkt und im Gesamtbild besser passt – Mick und ich machen ein Foto und zeigen es Kia – man ist sich einig.

    

Als letztes ist die Palme dran. Noch bevor Mick die Nadel ansetzt, hat Kia schon das passende Partner-Tattoo für das andere Bein auf der gleichen Stelle geplant – ein Flamingo soll es werden und Mick ist einverstanden. Das kommt aber in die nächste Sitzung, denn Mick hat noch einen Anschlusstermin mit einem Kunden, der sein erstes Tattoo bekommen soll. Ich unterhalte mich mit Mick und merke erst gar nicht, wie still es bis auf das gleichmäßige Summen der Tattoomaschine geworden ist. „Wenn Kia aufhört zu reden, weiss ich, dass sie Schmerzen hat“ lacht Mick, „oder?“ ruft er in ihre Richtung. Wir vernehmen nur ein kurzes „Ja“ vom anderen Ende der Liege. Aber es lohnt sich. Die Palme sieht klasse aus und lässt mich in Urlaubsgedanken abschweifen. Das Tattoo blutet kaum, auch wenn es dieses Mal für Kia eine Tortur war (falls Ihr ein Tattoo an der Stelle plant, wisst Ihr schon mal Bescheid).

 

Kurz nach dem Palmen-Tattoo ist Kia aber wieder super drauf und erzählt mir von den nächsten Tattoo-Plänen. In der Zeit kommt der nächste Kunde rein. Sichtlich nervös fragt er uns, wie sehr es denn weh tut. Wir kommen ins Gespräch und versuchen, ihm die Angst ein wenig zu nehmen. Auch ich merke, dass ich wieder Lust habe und denke darüber nach, ein bereits vorhandenes Tattoo zu erweitern. Mick kriegt spitze Ohren und kommt schon mit dem Stift auf mich zu. Leider muss ich meine Bahn erwischen, verspreche Mick aber, mit den Plänen zu ihm zu kommen. Vielleicht dokumentiere ich diesen Termin ebenfalls für Euch 🙂

Danke an Kia und Mick, dass ich bei dem lustigen Termin dabei sein durfte!