Unser Interview mit Anna Blässe

Wir hatten Euch versprochen, über die tätowierten WM-Fußballstars zu berichten. Heute machen wir eine kleine Ausnahme, denn wir hatten die Ehre ein Interview mit der coolen Fußballerin Anna Blässe zu führen!

Anna ist auf der rechten Abwehr-Position beim VfL Wolfsburg. Sie ist mit ihrem Verein Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und Champions-League-Sieger. Diese großartigen Erfolge machen Fußball zu einem wichtigen Teil in Annas Leben, ganz klar. Ich selbst bin leider nicht besonders fußballbegeistert und hatte mir das Interview schon ein wenig schwierig vorgestellt.

„Super! Ich finde Leute, die kein Fußball mögen total sympathisch!“ kommt es dann aus der Richtung des Fußball-Profis Anna. Da hab ich aber Glück 🙂

„Ich gucke nur selten Fußball. Meistens nur wichtige Top-Spiele, Spiele von meinen Freunden oder um mich auf eine gegnerische Mannschaft vorzubereiten. Meistens habe ich aber Besseres zu tun, zum Beispiel Shoppen. Fußball ist ein wichtiger Teil meines Lebens, aber nicht der Mittelpunkt!“

Das wiederum finde ich sehr sympathisch. Diese Einstellung ermöglicht es Anna, Niederlagen nicht zu schwer zu nehmen und nicht so sehr an sich heran zu lassen.

Anna hatte schon immer ihren eigenen Kopf. Mit 6 Jahren begann sie schon auf dem Schulhof mit den Jungs Fußball zu spielen. Neben Fußball hatte sie noch viele weitere Interessen wie Flöte, Ballett, aber auch weitere Sportarten wie Geräteturnen und Leichtathletik.

Mit ca. 13 Jahren kam Anna in einen Mädels-Fußballverein. Zunächst gefiel ihr der Gedanke nicht besonders, da sie Fußball bis dahin lieber als Hobby auslebte, bei dem der Spaß im Vordergrund steht. Im Verein machte sich schnell bemerkbar, dass dort Leistung und Erfolg im Vordergrund stehen. Trotz allem machte sich schnell Annas Talent bemerkbar. Dies wurde so deutlich, dass sie eine Einladung in die Nationalmannschaft bekam. 2004 wurde sie sogar Weltmeisterin mit der U19-Nationalmannschaft. Wow!

Mit 18 Jahren kam sie in die 1. Bundesliga zum Hamburger SV. 2007 wechselte sie jedoch zum VfL Wolfsburg, für den sie bis heute mit Leidenschaft kickt.

So uninteressant finde ich Fußball plötzlich gar nicht mehr! Doch nun weiter zu Annas Tattoos; davon gibt es nämlich einige und über die gibt es ebenfalls eine Menge zu erzählen. Anna bekam ihr erstes Tattoo mit 18 Jahren. Ihre Eltern, beide selbst tätowiert, haben die kleine Anna schon früher mit zu ihren Tattoo-Terminen genommen. So wuchs das Interesse und die Lust auf ein eigenes Tattoo so stark an, dass sie direkt einen Tag nach ihrem 18. Geburtstag ins Tattoo-Studio marschierte und sich ein „A“ mit einem Stern auf ihr Handgelenk stechen ließ. Wer nun den Eindruck haben sollte, dass Anna mit ihren Tattoos impulsiv handelt, der täuscht sich. Anna formt ihre Tattoo-Ideen gedanklich manchmal über Jahre, bis sie das perfekte Motiv zurechtgeschneidert hat.

Ein gutes Beispiel ist ihr Tattoo am Bein – gestochen von Tätowierer Dzianis – welches sich mit der Zeit zu einem inhaltlich komplexen Bild geformt hat. Zunächst ließ sie sich „Amor Fati“ als Schriftzug tätowieren, der von dem Philosophen Nietzsche geprägte Begriff über das Schicksal. Als Ergänzung findet man direkt daneben zwei Würfel, deren aufgedeckten Oberflächen eine von Annas Glückszahlen, die 7 ergeben. Der Gedanke dahinter? „Die Würfel sind gefallen, das Schicksal besiegelt.“ Später ergänzte Anna dazu ein tiefgründiges Bild. Es zeigt einen Krieger, Vögel, die auf einen Lebensbaum zufliegen und im Hintergrund einen Mond. Oder eine Sonne? Das komplette Bild lässt Spielraum für eine individuelle Interpretation zu. Zieht der Krieger in den Krieg? Lässt er ein Schlachtfeld hinter sich? Hat er gewonnen oder verloren? Ist er verletzt und somit angreifbar? Ist es Tag oder Nacht? Beginnt der Baum zu Blühen oder wird er vom Tod heimgesucht und geht ein?
Die auf den aufblühenden oder sterbenden Baum zufliegenden Vögel stehen für Annas Familie. Eine unzertrennliche Gruppe, die, ob es sie nun in Richtung Leben oder Tod zieht, für immer vereint ist.

„Es ist ein Bild, das das Schicksal deutlich machen soll. Man weiss nie, was auf einen zukommt.“

Direkt darunter findet man einen Anker und eine Schwalbe. „Meine Geschwister haben das gleiche Tattoo. Die Schwalbe steht für sie, meine Familie. Der Anker steht für das Ankommen im Leben.“

Eine weitere Schwalbe findet man direkt auf Annas Fuß. Für dieses Motiv hat Anna einen Tätowierer in England aufgesucht, um ihre ganz spezielle Idee perfekt umzusetzen. Der Tattoo-Künstler wusste genau, was sie sich vorstellte und skizzierte das Motiv direkt beim ersten Versuch nach Annas Geschmack. Die Schwalbe trägt eine noch leere Banderole. Auf ihr soll irgendwann der Name ihres Kindes nachtätowiert werden. Eine schöne Idee. Diese Schwalbe ist übrigens Annas einziges Tattoo mit Farbe. Ihr Fuß schmerzte noch einige Tage und war so geschwollen, dass sie im kalten England auf Socken laufen musste!

Natürlich hat es auch ihre Leidenschaft Fußball unter Annas Haut geschafft. Ein Blitz ziert ihre linke Achillessehne. „The Flash“ – weil sie auf dem Spielfeld so schnell ist 🙂

Auf ihrem Becken trägt sie ein Kreuz und den Schriftzug „Hope“.
„Um an etwas zu glauben, braucht man Hoffnung und um auf etwas zu hoffen, braucht man Glauben.“

Am Arm trägt Anna einen Ring. Hintergrund hierzu sind Maori-Krieger, die sich traditionell Ringe tätowieren ließen, wenn sie jemanden getötet, also eine Straftat begangen haben. Diese Tradition gibt es ebenfalls in Japan unter Häftlingen. Für Anna steht der Ring als Mahnmal für ihre eigenen Tugenden und das, was sie im Leben nicht verkörpern will.

Auf dem Rücken trägt sie die Hand der Fatima. Das kulturelle Zeichen gilt auch für Anna als schützend, das Auge soll auf sie aufpassen und auch Dinge, die hinter ihr geschehen, immer im Blick haben.

Auf dem linken Arm trägt Anna den Spruch „Dum Spiro Spero“ – übersetzt bedeutet er „Solange ich atme, hoffe ich.“
„Es bedeutet, dass es im Leben immer weiter geht, egal was passiert. Ich halte mich gern an Dingen wie meinen Glückszahlen fest, die mir persönlich eine gewisse Sicherheit geben. So trage ich immer Hoffnung in mir.“ Anna nennt mir als Beispiel die Niederlage im Champions League Finale. Sie trauerte nicht lange, sondern machte weiter. „Manches muss man einfach akzeptieren, ob im Sport oder im Privaten. Es geht immer weiter.“ Eine tolle und starke Einstellung, wie ich finde.

So viele Tattoos wollen auch gepflegt werden. Wie ist Anna eigentlich auf ILUZ gekommen?
„Ihr wurdet mir auf Instagram vorgeschlagen. Ich habe sowieso nach einem Sonnenschutz gesucht und so bin ich auf euch gestoßen. Ich habe das Tattoo Radiance Balm im Urlaub immer für meine Tattoos benutzt. Der Radiance Glow Effect zieht die Blicke auf Tattoos noch mehr an.“

  

Die Instagram-Bilder und die Reaktionen darauf haben wir bei ILUZ gefeiert!

„Ich habe sonst nie Cremes für meine Tattoos benutzt. Das Radiance Balm ist nachhaltig und da es vegan ist, liebe ich es besonders. Außerdem ist die Verpackung richtig edel und hochwertig!“

Wir freuen uns sehr über dieses Feedback, liebe Anna. Ich danke Dir für das Interview und das ganze ILUZ-Team wünscht Dir weiterhin viel Erfolg!