Unser Interview mit fraeulein_ephelis

Was haben Innenarchitektur, Füchse, Kreise und Blumen gemeinsam? Genau, eine Reisende namens Marcella.
Gerade bekam ich noch eine Mail von ihr aus Venedig und bin nur ein kleines bisschen neidisch.

Auf ihrem Instagram Profil sieht man gleich, dass sie Sporty Spice in den Schatten stellt und dabei auch noch umwerfend hübsch und immer stylisch aussieht.
Dazu kommt, dass sie mit ihrem sarkastischen Humor bei mir voll ins Schwarze trifft.

Ich durfte @fraeulein_ephelis als eine witzige, aufgeweckte, wilde, aber auch nachdenkliche und verträumte Füchsin kennenlernen. Sie weiss, was sie will, lässt sich aber auch gerne mal vom Leben überraschen.

Ihre Tattoos erzählen viele Geschichten.
Im Nacken trägt sie eine Schneeflocke, die genau das darstellt, was man mit einer Schneeflocke verbindet: Kälte! Vor ein paar Jahren war Marcella als Au-Pair in Kanada tätig. Zunächst hat es ihr dort nicht gefallen, aufgrund der Kälte im dortigen Norden, in dem sie gelebt hat. Kann ich irgendwie nachvollziehen. Ich persönlich, als leidenschaftliche Sonnenanbeterin würde mich bei -60 Grad trockener Kälte kein bisschen wohl fühlen. Trotz der Kälte war es für Marcella eine Zeit, die sie nicht missen möchte. Erfahrungen wie einige Praxissemester und eine Beziehung, die mehrere Jahre hielt, lassen sie auf eine wundervolle Zeit zurückblicken, die sie nun als Schneeflocke im Nacken trägt. Später wurde die Schneeflocke um zwei weitere Flocken erweitert. Nun werden diese bald zum Teil gecovert und ergänzt.

Auf ihrem Rippenbogen steht Wanderlust.

„Das Wort klingt schön.“

Stimmt, hat was. Vor allem, wenn man wie Marcella seit zwei Jahren immer wieder auf Achse ist. Alle Kontinente waren das Reiseziel, Fräulein Ephelis erobert die Welt. Demnächst ist Russland dran, aber nur für einen Tag. Es geht nach Kasan, Russlands achtgrößte Stadt. Marcellas Freund hat eine Reise zum dortigen WM-Spiel gewonnen. Die Chance muss sie nutzen, um noch mehr von der Welt zu sehen. Wir wünschen jetzt schon viel Spaß 🙂

Mit der Reiselust kommt auch das Interesse an Kulturen. Auf ihrem linken Arm hat sich Marcella indianische Symbole tätowieren lassen. Inspiration hierzu war ihr Ex-Freund, der zu einem Viertel Indianer ist. Bei den Motiven, die sie sich stechen ließ, handelt es sich um Symbole seines Stammes. Jedes von ihnen hat eine besondere Bedeutung. Eine Wolfstatze, ein Vogel und ein Auge. Die Bedeutungen dahinter?

„Der Wolf steht für Stärke, der Vogel steht für meine Angst vor Vögeln, der ich mich stelle und mit der ich mich durch das Tattoo auseinandersetze.“

 Und das Auge?

„Ich mag eben Kreise!“  🙂 Alles klar! Marcellas Antworten sind manchmal unvorhersehbar, was sie noch sympathischer macht.

Wenn wir schon dabei sind… ein weiteres Kunstwerk auf ihrem Arm ist eine Frau mit einem Fuchs auf dem Kopf. Warum ein Fuchs?

„Ich hab rote Haare und Füchse auch“ – 
Natürlich! 🙂

Ein sehr schmerzhaftes Tattoo war der Anker unter ihrem Knöchel. Er steht für Freiheit und Rebellion. Mit diesem Hintergedanken hat sich auch Kaiserin Sisi einen Anker tätowieren lassen, wie ich von Marcella erfahre.

Marcella ist auch ein Blumen-Tattoo-Fan. Für sie steht jedoch nicht das Motiv selbst im Vordergrund, sondern die Erinnerung an ihre Großmutter. Ihre Großeltern waren Raumausstatter und hatten ein komplettes „Blumenzimmer“, umgesetzt durch Raumbespannungen aus Stoff mit wundervollen Blumenmotiven. Aus diesem Blumenzimmer hat sich Marcella einzelne Blumen rausgesucht und zu einem Tattoo-Motiv zusammengestellt. Um die Erinnerung perfekt zu machen, tätowierte die Frau ihres Cousins sie auf dem Wohnzimmertisch im Blumenzimmer.

Auf ihren Fingern trägt Marcella kleine Punkte. „Ich mag ja Punkte“
Obwohl dies die kleinsten Tattoos auf ihrem Körper sind, hat sie hier zunächst gezweifelt, ob die kleinen Punkte vielleicht einen negativen Einfluss auf ihre Arbeit haben könnten. Doch als sie im Urlaub war, hat sie es einfach durchgezogen. Sie wollte diese Punkte haben und hat sich im Büro von Kommentaren eher konservativ eingestellter Kollegen nicht verunsichern lassen.

„Auch mein Nasenring wird ungern gesehen, sogar meine Autorität gegenüber Kunden wurde schon in Frage gestellt. Aber meine Tattoos machen mich nicht als Person aus, sondern sie sind ein Teil meiner Persönlichkeit. Sie definieren nicht mein Können! Zum größten Teil werden sie auch von meinen Kunden akzeptiert und es gibt keine Probleme damit.“

Noch mehr Kreise findet man an ihrem Arm, diesmal als Mondphasen. Die hat Marcella sich mit den Finger-Tattoos stechen lassen. Mondphasen findet sie schön, außerdem unterstreichen sie einen weiteren ihrer aufregenden Charakterzüge. Seit einigen Jahren nimmt Marcella nebenbei kleine Grafikaufträge an und bearbeitet sie oft nachts. Eine kleine Nachteule 🙂

Ihr linker Arm zeigt hauptsächlich Erinnerungen oder Gedanken, die sie mit ihren Ex-Freunden verbindet.

Mein letzter Ex sagte im Spaß, dass er in 10 Jahren sehen könne, wie viele Beziehungen nach ihm noch dazugekommen sind.“

Tja, Liebe inspiriert eben 🙂

Ich finde es beeindruckend, was Marcella schon alles erlebt hat und mit sich unter der Haut trägt. Dabei ist sie erst süße 29 und wird im Oktober „dirty thirty“ (I feel you). Im Job wird sie aufgrund ihres jugendlichen Aussehens manchmal für eine Praktikantin gehalten. Dann wird nicht schlecht gestaunt, wenn sie klare Ansagen oder einen frechen Spruch macht 🙂 Mir ging es nicht anders!

Und wie ist die wilde Abenteurerin auf ILUZ aufmerksam geworden?

„Durch @rockabella! Ich habe einen ihrer Posts gesehen, in denen sie eure Balms benutzt. Ich bin euch direkt gefollowed, habe geliked und wurde von euch angesprochen.“

Seitdem ist Marcella eine unserer ersten Markenbotschafterinnen, die ihr Radiance Balm täglich benutzt.

Ihre Meinung zu unseren ILUZ-Produkten?

„Ich finde, dass man bei der Tattoo-Pflege nicht sparen sollte. Bei Gesichtscremes achtet man ja auch auf gute Qualität. Der Preis, den man für ein Tattoo zahlt, und der, den man für billige Wund- und Heilsalben zahlt, stehen überhaupt nicht im Verhältnis. Die persönliche Kunst auf dem Körper soll doch lange halten!“

Ein Fuchs, ein Wort. Sehen wir genauso. Ich danke Dir für dieses wundervolle Interview, liebe Marcella!

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