Cover-Up

Ein Tattoo Cover-Up ist eine Möglichkeit, ein ungeliebtes oder in die Jahre gekommenes Tattoo mit einem oder mehreren neuen Motiven zu überdecken. Hierbei sind einige Faktoren zu beachten, denn nicht jedes Tattoo kann einfach überstochen werden, sodass am Ende nichts mehr von ihm zu sehen ist.

Der Prozess des Stechens ist so ziemlich der gleiche wie bei einem normalen, neuen Tattoo.

Beim Cover-Up werden neue Farbpigmente in die gleiche (oder eventuell tiefere) Hautschicht gestochen wie die des alten Tattoos. Da die Pigmente des alten Tattoos je nach Alter und Körperstelle UV-Strahlung ausgesetzt wurden, können diese (im Idealfall für das Cover-Up) ausgebleicht sein und somit von der breiteren Farbdichte der neuen Pigmente überdeckt werden. Nach einiger Zeit kommt es jedoch auch bei den Farbpigmenten des Cover Ups zu diesem Prozess und die Möglichkeit besteht, dass das alte Tattoo beginnt, durchzuschimmern.

Cover-Ups sollten farblich also im Idealfall immer etwas dunkler bzw. kräftiger ausfallen als das alte Tattoo darunter.

Für ein Cover-Up gibt es mehrere Stile und Techniken:

Klassisches Cover-Up – Das alte Tattoo wird komplett überdeckt
Beim klassischen Cover-Up wird das alte Motiv von einem neuen, ggf. größeren Motiv überdeckt. Zum Beispiel kann ein verschwommener Schriftzug mit knalligen Rosen oder einem bunten Tiermotiv überstochen werden.

Fix-Up – Das alte Tattoo wird „ausgebessert“
Unebene Linien und ausgebleichte Farben eines früher mal schönen Motivs können im gleichen oder besseren Stil überstochen werden, sodass es wieder frisch aussieht.

Das alte Tattoo wird in das neue Tattoo integriert
Der Trend der asiatischen Symbole ist vorbei, aber eigentlich gefällt das Motiv oder die Bedeutung dahinter. Kein Problem, das Tattoo kann z.B. durch eine Maske im beliebten Hannya-Stil ergänzt werden.

Blast-Over-Tattoo
Etwas gewöhnungsbedürftig aber auch eine interessante Art, ein Tattoo neu aufleben zu lassen. Das alte Tattoo wird durch ein neues ergänzt, welches lediglich aus dicken, schwarzen Linien besteht. Das alte Tattoo bleibt gut sichtbar, es entsteht ein gewollt unharmonischer Effekt

„Schwärzen“
Wer ganz radikal vorgehen und nichts mehr von Tattoo-Motiven wissen möchte, kann die komplette (Körper-)Stelle schwarz tätowieren lassen und somit endgültig Abschied von seinem alten Tattoo nehmen. Hier kann auch mit Formen und Mustern gearbeitet werden, der kreative Spielraum ist allerdings beschränkt.

Nicht geeignet für ein Cover-Up sind filigrane Tätowierungen sowie Watercolour-Tattoos, da sie nicht die benötigte Deckkraft besitzen.

Der Abheilprozess bei einem Cover-Up ist der gleiche wie bei einem normalen Tattoo. Es benötigt genauso viel Pflege und Achtsamkeit, viel Feuchtigkeit und Schutz vor Lichteinflüssen.